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Geschäftsmodell Ein gutes Geschäftsmodell, für das Infrastrukturmanagement benötigt klare Zielvorgaben und eine klar definierte Strategie wie die gesetzten Ziele zu erreichen sind. Die klaren Zielvorgaben stellen sicher, dass alle am Infrastrukturmanagement beteiligten Personen verstehen, was erreicht werden soll. Die klar definierte Strategie gewährleistet, dass sie wissen, wie das zu geschehen hat. Um geeignete Zielvorgaben und Strategien für ein optimales Infrastrukturmanagement auszuarbeiten, müssen bestehenden Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse der Organisation, welche die Infrastruktur bewirtschaftet, evaluiert werden. Einer der ersten Schritte bei der Evaluierung von Geschäftsmodellen und -prozessen ist die Datenerhebung und -analyse. In Bezug auf das Geschäftsmodell müssen die Daten Auskunft darüber geben, wie und warum Ressourcen derzeit zugeordnet werden und welcher Nutzen aus dieser Zuordnung resultiert. In Bezug auf die Geschäftsprozesse müssen die Daten Auskunft geben über deren Effektivität (Fähigkeit, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen), Effizienz (Fähigkeit, den Ressourcenbedarf zu minimieren) und Anpassungsfähigkeit (Fähigkeit zur Anpassung an wechselnde Bedürfnisse). Beispiele für Daten zur Effektivität sind die Rechtzeitigkeit von Interventionen, die Verbesserung des physischen Zustandes und/oder der Zuverlässigkeit der bestehenden Infrastruktur sowie die Nutzungseinschränkungen. Beispiele für Daten zur Effizienz sind die für Unterhaltsentscheide und die Datenerhebung benötigte Zeit, der Ressourcenaufwand für die Datenerhebung sowie die Anzahl der Fehler in den erhobenen Daten. Beispiele für Daten zur Anpassungsfähigkeit sind die Reaktionszeit für unerwartete Massnahmen die Nutzungseinschränkungen, die normalerweise durch unerwartete Ereignisse entstehen sowie der Aufwand für die Koordination zwischen unterschiedlichen Infrastrukturtypen (Beispiel: Wenn bekannt wird, dass ein Strassenabschnitt für eine Tunnelsanierung geschlossen werden muss, wie aufwendig ist dann die Neuplanung der Unterhaltsarbeiten an den Brücken dieses Abschnitts, um die Strassensperrung auszunutzen?). Die Ergebnisse der Datenanalyse dienen der Verbesserung der bestehenden Geschäftsmodelle und -prozesse. Nach der Entwicklung eines neues Geschäftsmodells oder -prozesses muss seine Wirtschaftlichkeit analysiert werden. Diese Wirtschaftlichkeitsanalyse dient dazu, die Auswirkungen von Geschäftsmodellen und -prozessen auf die Betreiber und Nutzer der Infrastruktur zu beurteilen. Eine der wirksamsten Möglichkeiten zur Verbesserungen von Geschäftsprozessen im Infrastrukturmanagement ist derzeit die Einführung von Informationstechnologie. Im Unterschied zu noch vor wenigen Jahren ermöglicht die enorme Rechenleistung heutiger Computersysteme die Analyse der riesigen Datenmengen und der vielen den Infrastrukturmanagern zur Verfügung stehenden Strategien. Um diese Möglichkeiten ausschöpfen zu können, muss der Programmierer allerdings die Bedürfnisse und Wünsche des Infrastrukturmanagers verstehen und in Software umsetzen können. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Software zur Unterstützung der Geschäftsprozesse (im Zusammenhang mit dem Infrastrukturmanagement nennt man sie Infrastrukturmanagementsystem) exakt das bietet, was verlangt wird. Diese Aufgabe wird üblicherweise im Rahmen der Entwicklung eines Software-Prototyps angegangen, wo eine umfassende Kommunikation und Vermittlung zwischen Infrastrukturmanager und Software-Entwicklern stattfindet. Sobald der Prototyp fertig gestellt ist, steht der eigentlichen Entwicklung des Infrastrukturmanagementsystems nichts mehr im Wege.
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Ein Zielvorgaben sind Aussagen darüber, was erreicht werden soll. Um Zielvorgaben definieren zu können, müssen die Anforderungen und Wünsche der Besitzer der Infrastruktur klar identifiziert und formuliert werden. |
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Eine Strategie ist ein Plan, der festlegt wie Ziele zu erreichen sind. Die Entwicklung von Strategien für das Management von Infrastrukturbauten verlangt vertiefte Kenntnisse der Funktionsweise sowohl der Infrastruktur als auch der für ihr Management verantwortlichen Organisation. |
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Ein Geschäftsmodell im Allgemeinen ist ein Modell der Art und Weise, wie eine Organisation ihren Ertrag erwirtschaftet. Bei Non-Profit-Organisationen, zu denen auch viele für das Infrastrukturmanagement zuständige staatliche Stellen gehören, ist ein Geschäftsmodell ein Modell der Art und Weise, wie Ressourcen zugeteilt werden. |
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Ein Geschäftsprozess ist eine Folge zusammengehöriger Aktivitäten, die gemeinsam ein Ziel erreichen. Er besteht aus miteinander in Verbindung stehenden Aufgaben, welche unter Verwendung der Ressourcen einer Organisation definierte Ergebnisse liefern, die zum erreichen der Zielvorgaben beitragen. Eine Organisation hat viele voneinander abhängige Geschäftsprozesse, wie zum Beispiel den Prozess zur Beurteilung von Angeboten und denjenigen für die Entscheidung, welche Unterhaltsmassnahmen zu welchem Zeitpunkt durchgeführt werden sollen. |
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Die Datenerhebung erfordert das Suchen und Aufarbeiten publizierter Daten sowie die Durchführung neuer Untersuchungen. Solche Untersuchungen können beispielsweise Interviews mit Infrastrukturmanagern, visuelle Inspektionen von Infrastrukturbauten oder zerstörungsfreie (z. B. in-situ Durchlässigkeitsmessungen) und nicht-zerstörungsfreie Versuche (z. B. Zylinderdruckversuch) sein. Zudem müssen die Verlässlichkeit, Genauigkeit und Zweckdienlichkeit der Datenerhebung überprüft, die Kosten abgeschätzt und eine Datenbank aufgebaut werden. |
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Unter Datenanalyse versteht man die Organisation aller gesammelten Zahlen und Angaben in Form von kohärenten und nutzbaren Informationen. Sie liefert Leistungsindikatoren. |
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Unerwartete Massnahmen sind nicht Teil einer langfristigen Managementstrategie, sondern müssen sofort ausgeführt werden. Sie treten aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen wie Naturkatastrophen auf. |
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Zur Verbesserungen des Geschäftsmodells müssen Ziele und Strategien detailliert herausgearbeitet werden. |
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Die Verbesserung von Geschäftsprozessen ist eine systematische Methodik zur Unterstützung einer Organisation bei der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Sie zielt darauf ab, letztere effektiver, effizienter und anpassungsfähiger zu gestalten. |
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Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse beinhaltet im Infrastrukturmanagement die Analyse der Kosten und des Nutzens einer Infrastruktur für ihre Benutzer sowie für die für das Management verantwortliche Organisation. |
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Unter der Unterstützung von Geschäftsprozessen versteht man alles, was für die Umsetzung eines Geschäftsprozesses in der Praxis erforderlich ist. |
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Ein System zur Unterstützung von Geschäftsprozessen ist eine spezifische Sammlung von Werkzeugen, die zur Unterstützung einer definierten Gruppe von Geschäftsprozessen entwickelt wurde. Diese Werkzeuge können in Papierform vorliegen oder informatikbasiert sein. |
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Ein Infrastrukturmanagementsystem ist ein System zur Unterstützung von Geschäftsprozessen, welches seine Benutzer bei der Definition optimaler Infrastruktur-Managementstrategien unterstützt. |
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Die Vermittlung zwischen Infrastrukturmanager und Software-Entwicklern ist erforderlich um sicherzustellen, dass Software zur Unterstützung des Infrastrukturmanagements den Bedürfnissen der Infrastrukturmanager entspricht. Erfolgreiche Vermittlung erfordert Fachkenntnisse sowohl im Bereich des Bauingenieurwesens als auch der Softwareentwicklung. |
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